11. September … eine Harfe zur Erinnerung

Heute vor 20 Jahren, am 11. September 2001, geschah etwas, das die Welt bis dahin für unmöglich gehalten hat. So wie das 20. Jahrhundert eingeleitet wurde mit dem Untergang der Titanic und dem „Ersten Weltkrieg“, wurde das 21. Jahrhundert eröffnet mit dem satanisch inszenierten Einsturz der Twin Towers in New York und dem darauf folgenden Krieg im Irak. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde die „öffentliche Meinung“ ununterbrochen bis zum heutigen Tag verseucht durch ein weltweites, nicht mehr auszurottendes geistiges Krebsgeschwür: der Lüge.

Es gibt jedoch auch andere, gute Kräfte in dieser Welt.

So hat es sich ergeben, dass ich damals, ungefähr einen Monat vor dem 11. September 2001 die Anfrage und den Auftrag erhielt zum Bau einer Harfe für ein „Oratorium“, welches einen Beitrag zum Frieden auf dieser Welt leistet kann.

Hier nur einige meiner persönlichen Erinnerungen an dieses wichtige Projekt:

Im Juli 2001 kamen Susanne Osswald und Robert Aubry – die Initiatoren des Forschungs- und Lehrinstitutes „TerrAmor“ auf mich zu und eröffneten mir folgendes:

Es sei gerade ein Oratorium „Juriths Traum“ in Vorbereitung. Der Text liege schon vor, derzeit werde gerade die Musik komponiert.

Coverbild der Info-Broschüre zu „Juriths Traum“ – copyright: TerrAmor

Das Hauptinstrument in diesem Musik-Werk ist die Harfe, inhaltlich wie auch musikalisch.

Diese Harfe soll gut sichtbar auf der Bühne stehen . . . und den Eindruck erwecken, als sei es ein Instrument der Engel aus den höheren Sphären. So soll sie auch klingen . . . und ob ich bereit wäre, so ein Instrument zu bauen.

Nach der Lektüre der inhaltlichen Zusammenfassung des Oratoriums hatte ich eine klare Idee der Harfe.

Erste Skizze

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Meditationsinhalte beim Zeichnen dieser Harfe waren unter anderem:

Des Lichtes webend Wesen, es erstrahlet
Durch Raumesweiten,
Zu füllen die Welt mit Sein.

(Aus dem Rosenkreuzermysterium „Die Pforte der Einweihung“ von Rudolf Steiner)

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In einem Brief vom 9. August 2001, also ungefähr ein Monat vor dem 11. September, präsentierte ich meine Vorstellungen zum Harfenbau im Allgemeinen und zu dieser Harfe im Speziellen. Unter anderem führte ich aus:

„. . . Die Einheiten, die dem Leben Maß geben, sind Urbilder; und nur wenn der Mensch sie klar im anschauenden Geiste trägt, kann er richtig urteilen und handeln.

Auch im Handwerk des Instrumentenbaus (und gerade im Harfenbau, der zu den räumlich-bildenden Berufen gehört) ist teilweise schon bis zu einem unheilvollen Grade die Rückverbindung der Menschen zu den letzten Einheiten verloren gegangen. Es ist jene Bindung, die seit Anbeginn das Rückgrat aller Kunst war und die das Handwerk jene Aufgabe erfüllen ließ, eine durchseelte Gebrauchswelt zu schaffen, die ein stummer, aber ebenso machtvoller Bildungsträger des Menschenlebens ist.

Diese Bilder finden ihren Ausdruck auch und zuerst in der Geometrie.

Denn das Durchdringen der Erscheinungen mit geometrischen Bildern, die der Geist selbst schaffen muß, damit die Seele sie hat – die der Seele nicht so zufließen wie die Sinneswahrnehmungen, denen gegenüber sie sich passiv verhalten kann – das liegt auf jener Linie, die die Seele zu einer freiheitlichen, selbst geleiteten Entwicklung hinführt.

So können wir auch die Forderung Platos verstehen, die er in seinem „Staat“ aufstellt: Geometrie (und Astronomie) sollen nicht nur etwa ihres praktischen Nutzens wegen gelehrt werden, sondern wegen ihres inneren Wertes, da sie uns die Erkenntnis des wahrhaft Seienden vermitteln. . .“

Weiter unten in diesem Brief schrieb ich:

„. . . In früheren Epochen hat man auf die Maßzahl-Zusammenhänge sehr wohl geachtet und einige Harfentypen aufbauend auf der Geometrie von Quadrat und Kreis gebaut.

Meine Intention war nun, eine Himmelsharfe nach solchen geometrischen Harmonien zu bauen, die ihr Äquvalent in der Sphärenmusik haben – also irdisch „nie ganz faßbar“ sein werden: dem „Goldenen Schnitt“ und der hyperbelförmigen „Natur-Ton-Kurve“ in Anlehnung an Pythagoras.

Beim Zusammenwirken beider Elemente ergab sich dann „fast wie von selbst“ ein Instrument, das an einen Engelsflügel erinnert. Sie sieht jenen Harfen ähnlich, wie man sie auf Gemälden des 17. Jahrhunderts findet. . .

Fertigstellung der Harfe

Zu den Tauben:

In „Jurith´s Traum“ neigt die erste Taube ihren Blick hoheitsvoll der Erde zu. Diese Taube sitzt idealerweise vorne oben. Die zweite Taube spannt in Pracht und Herrlichkeit die Flügel aus. Passend zur harmonischen Form der Harfe werden die Tauben in stilisierter Form ausgeführt.“

. . . und so kam es, dass just zu jener Zeit, als am 11. September 2001 ein Teil der Welt durch Menschen – besessen von antigöttlichen Kräften – in Trümmer ging, ich in meiner Werkstatt an dieser Harfe mit den beiden Friedenstauben arbeitete.

Eine der beiden Tauben aus Lindenholz auf der Harfe ELOHIM, geschnitzt von Filip Moroder Doss

Aus dem Inhalt des Oratoriums:

. . . Im Spiel der Himmlischen Harfe war alles Leid, alle Trauer und Hoffnungslosigkeit der Menschen verborgen. Nachts, wenn die Menschen müde vom Tagwerk im Schlaf versanken, machten sich ihre Seelen auf den Weg zur Himmlischen Harfe.

Dort angekommen, wurden die Saiten der Himmlischen Harfe von den Seelen der Erdenmenschen bewegt, und die Harfe gab in ihrem Spiel das Sehnen nach Licht und Frieden im Klang der sphärischen Töne wieder. Diese Töne aber, die durch das ganze Universum zu hören waren, lockten die Himmlischen Boten an.

So waren es also die Menschen selbst, die auf diese Weise den Boten zur Erde riefen, auch wenn sie nichts davon wußten . . .

Und so klingt diese Harfe (ein Hörbeispiel):

kurzer Auszug: „Elohim – die himmlische Harfe“ aus „Juriths Traum“; Komponist: David Blumenfeld, an der Harfe: Martina Holler.

Die gesamte Musik des Oratoriums als CD gibt es hier.

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Goethe zu Eckermann im Jahre 1830:

„Der Verkehr mit lebendigen Urgesetzen gefällt dem Geiste, der das Einfache zu erfassen weiß, das Verwickelte sich entwirrt und das Dunkle sich aufklärt.“

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Inspirierende Werke, die jeder Instrumentenbauer zum Gedeihen seiner Arbeit verinnerlicht haben sollte:

György Doczi: „Die Kraft der Grenzen – Harmonische Proportionen in Natur, Kunst und Architektur“

Walther Bühler: “ Das Pentagramm und der Goldene Schnitt als Schöpfungsprinzip“

Claus Radlberger: „Der hyperbolische Kegel nach Walter Schauberger“

George Adams Kaufmann: „Strahlende Weltgestaltung – Synthetische Geometrie in geisteswissenschaftlicher Beleuchtung“

Dr. Louis Locher-Ernst: „Mathematik als Vorschule zur Geist-Erkenntnis“

Robert Lawlor: „sacred geometry – Philosophy and practise“

Dr. Hubert Palm: „Das gesunde Haus“ – Die biologische Bauordnungslehre in der Architectura perennis – auf Grundlage der Erkenntnisse des Paracelsus.

Dr. Guenther Wachsmuth: „Die Ätherischen Bildekräfte in Kosmos, Erde und Mensch“ – Ein Weg zur Erforschung des Lebendigen. (Band 1)

Dr. Guenther Wachsmuth: „Die Ätherische Welt in Wissenschaft, Kunst und Religion“ – Vom Weg des Menschen zur Beherrschung der Bildekräfte. (Band 2)

und vielleicht als das Wichtigste:

Hugo Kükelhaus: „Urzahl und Gebärde“ – Grundzüge eines kommenden Massbewußtseins.

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