Humor … aber ernst

Die Kartonharfe

Vor einigen Jahren wurde ich gefragt, ob ich für das jährlich stattfindende Festival „Harfentage in Landshut“ (Altdorf) einen besondern Beitrag beisteuern könnte.

So kamen wir auf die Idee, einen Mini-mini-Harfen-Baukurs zu machen, der nur wenige Stunden in Anspruch nimmt.

So kamen wir überein, dass wir eine tadellose, gut klingende, kleine Harfe aus Karton bauen werden.

Unser Vorbild war der Kartonharfen-Kit von „Waringmusic“ in den USA. Da aber beim Kauf dieser Bausätze aus Amerika noch die Transportkosten, Einfuhrumsatzsteuer und Zoll aufgerechnet werden müssen, wäre das zu teuer geworden. Daher beschlossen wir, dass ich die Bausätze im Stile dieses amerikanischen Vorbildes (mit kleinen praktischen Änderungen) vorbereite. So konnten wir die Kosten fast halbieren.

Hier sieht man nun so eine – übrigens sehr stabile – Harfe aus Karton:

Bild: Der Resonanzkarton wurde nach einer weißen Grundierung mit einem traditionellen Alpenländischen Tiroler-Blumenornament versehen. Künstlerin: Balwina Maier

Die Harfe besteht aus drei einfachen, sauber geschliffenen Holzbrettchen, die genau in richtigen Gehrungswinkeln gefräst werden und an den Dreiecks-Punkten verschraubt und verleimt werden und ein Faltkarton, der mit Falzen zusammengeleimt wird. Auf diesem Rahmen werden die Zitherwirbel geschraubt, und zuletzt die 19 Saiten aufgespannt. Das Ganze wiegt nicht einmal einen halben Kilogramm und kann in ca. einem Nachmittag zusammengebaut werden . . . und danach natürlich sofort gespielt werden.

Und sie klingt gut … nach Ansicht (oder richtiger: Anhörung) einiger Harfenspielerinnen sogar besser als manche Holzharfen von irgendwoher.

Vielleicht noch ein Tip am Rande: bevor den Kindern in den Ferien langweilig wird, wäre so eine Harfen-Bastelei eine ideale Freizeitbeschäftigung . . . und noch dazu kann man danach Musik machen.

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