Magische Harfen: der FAUN

Custom Harps handmade by Norbert Maier

Alles beginnt mit einer Idee . . .

. . . und einer Zeichnung:

Zeichnung im Maßsatb 1:1
Idee und Realisation: Norbert Maier und Filip Moroder Doss, Sommer 2005

Nicht vom Wolfsgott „lupus Martius“ (eine Gottheit die mit dem Mars in Verbindung steht) zu trennen ist der „Faunus“. In seinem Gefolge befinden sich die Fauni. Faunus ist im antiken Rom die göttliche Verleiblichung ekstatischer Weissagungskraft. Außerdem ist der der „deus februarius“, der Gott der Luperkalien, des Reinigungsfestes, welches zur Vorbereitung auf das neue, im März beginnende Jahr dient. Ovid nennt die Luperkalien „Fauni sacra“. (1)

Eine erste Studie

Faunus ist ein geheimnisvoller Gott. Nach Deutungen, die ihn zum ersten König erklärten, war er der Sohn des Picus oder auch des Mars. Also ein halbgöttlicher Ahnenheros. Brelich bezeichnet ihn als „Heilsbringer“, „heros civilisateur“ oder halbgöttlichen oder halbmenschlichen Stifter des Ursprungs; tiergestaltig und fähig, sein Aussehen zu verändern; ein Waldschrat, ein Sender von Wahngesichten und Alpträumen, ein lüsterner Verführer der Frauen, auf einzigartige Weise mit dem Totenreich verbunden und doch der Begründer vieler wichtiger und lebendiger menschlicher Institutionen, gleichermaßen praktisch, gemeinschaftsbezogen und religiös. „Somit“, schließt Holleman, „ist Faunus wirklich der mythische Gründer und Vorfahr Roms, der sein „Heilbringer“ genannt werden kann, auf den eine große Zahl von, oft bemerkenswert und überraschend widersprüchlichen, Traditionen bezogen war“. Holleman hält für wahrscheinlich, daß Faunus „eine geheime oder sogar die geheime Schutzgottheit Roms“ gewesen sei. (1, 2)

Erste Modelle in Ton:

Ausführung in Holz:

Hals, sowie Säule mit Faunus aus eine Stück Birnenholz.

Zum Klangbild der Harfe:

Die Mensuren der Bass-Saiten sind ähnlich jener von Barockharfen, die Mittellage und obere Lage entspricht dem Klangcharakter einer irischen Harfe. Zusätzlich ist neben den obersten 2 Oktaven links seitlich (vom Spieler aus gesehen) eine Saitenreihe aus Stahlsaiten aufgespannt um einen reinen, lichten Sphärenklang erklingen zu lassen.

Gestaltung der Schall-Öffnungen
Resonanzdecke aus Fichte mit Auflage aus Palisander.
Mittelleisten und Seitenleisten sowie Schallloch-Ornament aus Macassar-Ebenholz
Stegstecker für die Saiten: Ebenholz mit Perlmutt-Augen
Beide Saitenreihen sind ausgestattet mit Halbtonmechaniken aus gegossener Bronze
von P. Brough aus England.

Später wurde Faunus als ein dem Satyr ähnliches Fabelwesen aus der griechischen Mythologie dargestellt („Faun“ kann daher auch gleichbedeutend mit „Satyr“ verwendet werden); ein Schalmei oder Flöte spielender, gehörnter Waldgeist, ein Mischwesen, halb Mensch, halb Ziege, meist dargestellt mit menschlichem Oberkörper und Bocksfüßen und Schwanz. Faune sollen über Getreidefelder wachen und deren Wachstum begünstigen. (3)

Quellenangaben:

(1): Kris Kershaw: „Odin – Der einäugige Gott und die indogermanischen Männerbünde“, Arun 2003

(2): A.W.J. Holleman: „Pope Gelasius I and the Lupercalia“, Amsterdam 1974 – mit Bezug auf Brelichs spät. Buch: „Die geheime Schutzgottheit von Rom“.

(3) wikipedia

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