Custom harps – die Drachenschlange

Vor vielen Jahren besuchten wir ein „keltisches Festival“ in Aosta (Italien). Dort traf ich Sean Barry, einen begnadeten Harfenmusiker aus Northumberland (südlich von Edinburgh).

Die Landschaft seiner Heimat heißt „Adderstone“. Das liegt ganz in der Nähe der alten Festung Bamburgh und der historischen Insel Lindisfarne.

In diesen Gegenden gab es in früheren Jahrhunderten viele Schlangen – daher der Name.

Und er orderte eine kleine keltische Wanderharfe mit 33 Saiten. Das Besondere daran: sie sollte von dieser Schlangen-Landschaft inspiriert sein.

Bei meiner nächsten Reise nach Schottland wanderte ich über die Felder dieser einsamen Landschaft Adderstone und so – mit all den Eindrücken und Empfindungen aus diesen nordenglischen Küsten- und Hügelgebieten – entstand in meinem Atelier diese Skizze: Die Harfe als Instrument für sich . . . und die Schlange aus einem anderen Holz (mit schönem Farbkontrast), die sich um die Säule der Harfe windet.

Das war aber zu „modern“, daher entschied sich der Musiker für die Lösung: die Säule samt der Schlange aus „einem“ Stück herauszuarbeiten – was sehr viel archaischer wirkt.

Diese Bildhauerarbeit vertraute ich dann meinem Freund Filip an.

So sah dann die fertige Harfe aus – ein wahres Meisterwerk an Klang, Design und Handwerksarbeit:

Säule mit Drachenschlange, Hals und Resonanzkörper aus feinem Bergahorn
Eine herrliche Fichten-Resonanzdecke mit Carbonsaiten und Truitt-Mechaniken aus USA
Detail: Bildhauerarbeit Säule-Hals-Drachenschlange aus einem Stück.

Sean Barry bei einem seiner Konzerte:

copyright: Sean Barry, http://www.seanbarry.cz/

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